rehaVital-Trendworkshop 2012
Thema vom: 28.03.2012

Kirstine Fratz

Kirstine Fratz ist Kulturwissenschaftlerin, freie Trendforscherin und anerkannte Dozentin für Trendforschung. 

Nach dem Studium der Kulturwissenschaft, Soziologie und Germanistik war Kirstine Fratz im Hamburger Trendbüro tätig. Seit 2003 berät Sie selbständig internationale Marken, u.a.  P&G fine Fragrances: Gucci, Escada, Lacoste, Boss / Unilever: Magnum, Knorr, Metadent / Henkel beauty / Guhl / Telekom / Philip Morris / Mammut.

Zeitgleich entwickelte Kirstine Fratz Grundlagen und Unterrichtsmaterial für die Lehre der Trendforschung und doziert u.a. an der Handelskammer Hamburg, Universität Bremen und Brand Academy Hamburg.   

Ihr Schwerpunkt liegt beim generieren von neuer Kundenaufmerksamkeit für Produkte und Dienstleistungen.  

Referentin rehaVital-Trendworkshop 2012

Kirstine Fratz hat über die Grundlagen der Trendforschung referiert. Sie vermittelte, welchen Dynamiken Trends gehorchen und wie dieses Wissen in der Hilfsmittelbranche genutzt werden kann. „Ein Trend ist immer Ausdruck der Defizite und Bedürfnisse, die wir haben“, erklärte sie. „Und er ist dynamisch: Zuerst ist er neu, dann nutzt er sich ab und wird schließlich schlimmstenfalls sogar unerträglich.“ Diese Trenddynamik sei immer gleich und ziehe Reaktionen nach sich. So würden Trends gesteigert, es entstehen Gegentrends oder es kommt zu einem ablösenden Trend. „Das gilt für alle Lebensbereiche,“ stellte sie fest. „Wer Inspirationen für Innovationen sucht, kann sie in artfremden Branchen finden.“

Trendforschung ist weit mehr als die Jagd nach kurzlebigen Moden. Sie macht entscheidende Entwicklungen des Zeitgeistes sichtbar, welche die zukünftigen Kundenbedürfnisse ausmachen werden. Trendforschung installiert sich wie ein Programm im Gehirn und überläuft später automatisch Ihre künftigen Ideen und Entscheidungen -  werden sie schneller als die Konkurrenz. 

Am Anfang sollte eine Betrachtung des Status Quo stehen: Wo steht die eigene Zielgruppe, welche Bedürfnisse hat sie, welche Lösungen bietet die eigene Branche dafür? „In der Hilfsmittelbranche gibt es bereits erst Ansätze, trendgerecht zu sein“, erläuterte sie. So zeige die Entwicklung bei dem Kompressionsstrümpfen oder mancher Inkontinenzprodukte, dass man den Trend verstanden habe: Immer mehr Menschen wollen lange mobil und gesund bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Und sie sind bereit und in der Lage, dafür eigenes Geld zu investieren. „Eigentlich ist der Lebensstil der Rentner ziemlich stylisch“, stellte sie fest. „Denn Entschleunigung und Simplifizierung stehen aktuell sehr hoch im Kurs“. Aufgabe der Hilfsmittelbranche und des Sanitätshauses sei es, die Zeitgeistphänomene zu identifizieren, die man nutzen könne und wolle und daraus eigene Angebote zu entwickeln. 

Die Zukunft des Hilfsmittelmarktes ist von vielfältigen Entwicklungen abhängig. Nicht alle finden im Krankenhaus statt oder werden von den Krankenkassen gemacht. Strömungen aus artfremden Branchen werden die Zukunft mitbestimmen.

rehaVital-Mitglieder können sich den Vortrag von Kristine Fratz aus dem rehaVital-Intranet herunterladen.

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Kirstine Fratz
Kirstine Fratz
Tel. 0 40 - 46 77 68 91
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