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Rollstuhl-Zuggeräte: Für das Extra an Mobilität

Um weitere Strecken eigenständig mit dem Rollstuhl zurücklegen zu können, bietet sich die Anschaffung eines Zuggerätes an. Wir geben einen Überblick...

Nach den langen Wintermonaten mit Homeoffice und Kontaktbeschränkungen einfach mal wieder raus, die wärmeren Temperaturen und das Leben an sich genießen ...

Auch für Stella ist klar: Sie möchte weitestgehend mobil sein und die angenehmeren Temperaturen voll auskosten. Die 29-Jährige steht als Anwältin voll im Leben und ist schon immer ein sehr aktiver Mensch gewesen. Ein Unfall vor neun Jahren riss sie jedoch unvermittelt aus ihrem bisherigen Alltag und machte sie zur Rollstuhlfahrerin. Stella erholte sich von diesem Schicksalsschlag und erkämpfte sich Stück für Stück ihre Selbstbestimmtheit im Alltag zurück. Die Interessen und Bedürfnisse, die Stella hat, möchte sie im Alltag weitestgehend selbst verwirklichen. Dabei hilft ihr auch ihr Adaptivrollstuhl.


Unser rehaVital-Lesetipp:
Damit sich Rollstuhlfahrer im Alltag optimal fortbewegen können, kommt es auf maximale Mobilität und Selbstständigkeit an. Ein Adaptivrollstuhl erfüllt diese Anforderungen, denn er lässt sich flexibel an die Wünsche des Nutzers anpassen und ist so der idealer Alltags-Begleiter. In unserem Beitrag Barrierefrei und aktiv: Mit dem Rollstuhl in der Stadt unterwegs finden Sie weiterführende Informationen zum Adaptivrollstuhl.

Schneller ans Ziel: unabhängige Mobilität

Wer auch weitere Strecken eigenständig mit dem Rollstuhl zurücklegen und sich dabei auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen problemlos fortbewegen möchte, für den empfiehlt sich die Investition in einen Elektroantrieb. Antriebe gibt es in Form von Schub- oder Zugantrieben und sind multifunktional einsetzbar.

E-Mobilität im Allgemeinen, und so auch Antriebe für Rollstühle, haben in den letzten Jahren eine steigende Nachfrage erfahren. Die Gründe sind dabei vielfältig. Längere Strecken stellen mit einer Motorisierung kein so großes Problem mehr dar. Selbst Anstiege und Randsteine können mühelos bewältigt werden, sodass eine Unterstützung durch Dritte wegfällt. Nicht zuletzt wird auch der Oberkörper entlastet und man erreicht sein Ziel entspannter und selbstbestimmter. Dadurch wird das Umsatteln auf Auto, Bus oder Bahn im besten Fall überflüssig und die eigenständige Teilnahme am Alltag erfährt wieder eine höhere Bedeutung.


Stellas Wunsch nach Unabhängigkeit ist besonders stark im Bereich der Mobilität. Um auch längere Strecken autofrei und eigenständig zurücklegen zu können, schlägt Stellas Reha-Fachhändler ihr ein Zuggerät vor. Sie muss nicht lange überlegen. Für sie bedeutet dies die Portion Extra Power, um den täglichen Weg zu ihrem Arbeitsplatz, zum Shoppen in die Einkaufsmeile oder zum Café im etwas entfernter gelegenen Stadtpark problemlos autonom zurückzulegen. Mit dem Adaptivrollstuhl hat sie längere Wegstrecken oft als Herausforderung gesehen, denn barrierefrei ist nicht immer auch gleich rollstuhlgerecht. Zuverlässige Einstiegshilfen oder funktionierende Aufzüge z. B. bei Bus und Bahn sind nicht immer gegeben, sodass sie kurzfristig neu planen musste oder auf personelle Hilfe angewiesen war. Stella sieht mit einem Zuggerät nun die große Chance, ihrem Wunsch nach Selbstbestimmtheit ein Stückchen näher zu kommen.


 

Das Zuggerät als leistungsstarker Begleiter

Der Unterschied zwischen Schub- und Zugantrieb stellt sich wie folgt dar:

Im Gegensatz zum Zuggerät handelt es sich beim Schubantrieb um einen Motor der, auf einem kleinen Rad montiert, an der Rollstuhlachse befestigt wird. Der Rollstuhl wird auf diese Weise durch einen kontinuierlichen Antrieb unterstützt. Mit einem Zuggerät, welches am vorderen Rahmen des Rollstuhls angebracht wird, steht dieser auf drei Rädern, die Steuerung erfolgt über einen Lenker. Aus dem Segment der Elektroantriebe erfreuen sich Zuggeräte zunehmender Beliebtheit. Ihre unkomplizierte Bedienbarkeit und die vielen Einsatzmöglichkeiten sprechen für sich.

Einfaches Handling

Zuggeräte lassen sich mit wenigen Handgriffen am Rollstuhl anbringen und wieder abkoppeln, wodurch eine schnelle und einfache Nutzung gewährleistet wird. Hierzu wird der Adapterbügel am Rollstuhl festgeklemmt und die Feineinstellung der Bügel sowie der Lenkerposition vorgenommen. Das Gewicht sollte auf das Vorderrad verlagert werden, um eine optimale Traktion zu gewährleisten. Wenn diese Schritte erfolgt sind, kann das Zuggerät eingeschaltet und die Fahrt aufgenommen werden. 

Die richtige Größe

Zuggeräte stehen für Leistungsfähigkeit und Autonomiegewinn. Touren können sowohl in der Stadt als auch in ländlichen Regionen ungehemmt geplant und umgesetzt werden, das zusätzliche Rad bietet Sicherheit bei verschiedensten Fahrbahnbelägen und Gefälle. 

Grundsätzlich gilt: je größer das Rad, desto sicherer die Fahrt auf Offroadstrecken aufgrund der höheren Stabilität. So kann der Untergrund gerne auch mal etwas rauer sein, wie es z. B. bei Schotter oder Rasen der Fall ist. Im Gegensatz dazu bietet eine kleinere Radgröße hingegen einen kürzeren Wendekreis und gewährleistet so ein sicheres Manövrieren auf engen Straßen sowie in Innenbereichen. Ein weiteres Plus ist das reduziertere Packmaß. Im engen Stadtverkehr oder auf Reisen ist dies von Vorteil. Es gilt abzuwägen, wo und für welche Aktivitäten das Zuggerät vornehmlich genutzt werden soll.

Individuelle Beratung

Die Ausstattung eines Zuggeräts spielt für den Nutzungszweck und den Fahrkomfort eine wichtige Rolle. Ein weiterer Aspekt sind Reichweite und Geschwindigkeit. Maßgebliche Einflussfaktoren bei der Reichweite sind das Fahrverhalten und die Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Höchstgeschwindigkeit liegt in Deutschland bei 6 km/h. Zuggeräte, die eine höhere Geschwindigkeit erreichen, benötigen eine Versicherung, um am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen. Bei Reisen sollten sich Nutzer über die jeweilige länderspezifische Gesetzgebung informieren. 

Nicht zuletzt sollte auch die Kompatibilität mit dem Rollstuhl im Vorfeld geprüft werden. Vor dem Kauf empfiehlt es sich daher, sich von einem Fachhändler aus dem Sanitätsgeschäft beraten zu lassen und unterschiedliche Modelle zu testen. Nicht zuletzt können dort auch Fragen zur Zulassung und Versicherung beantwortet werden. 


Stella hat sich für eine kleine, aber wendige 8,5 Zoll Bereifung entschieden. Auf diese Weise kann sie sich einfach und sicher durch den Dschungel der Großstadt manövrieren. Auch ihr Lieblingscafé in der Altstadt mit dem Kopfsteinpflaster lässt sich so sicher erreichen. Sie ist eigenständig unterwegs und auch das mehrfache Umsteigen in Bus und Straßenbahn entfällt. Mit ihrem kraftvollen Unterstützer ist sie außerdem durch seine vielfältige Farbauswahl stilsicher unterwegs.


 

Produktvorstellung: Empulse F55

Der deutsche Hersteller Sunrise Medical GmbH hat mit dem neuen Empulse F55 ein leistungsstarkes Zuggerät auf den Markt gebracht. Das F55 gibt es in 2 Radgrößen: 14 Zoll und 8,5 Zoll. Eine stufenlose Einstellung macht es mit vielen Rollstuhl-Modellen kompatibel und sorgt für eine optimale Gewichtsbalance. Serienmäßig kann eine Reichweite von bis zu 25 km erzielt werden. Das Modell verfügt über zwei unabhängige Bremssysteme: eine elektrische Bremse und eine mechanische Scheibenbremse. Das am Lenker montierte Display informiert über Geschwindigkeit, Strecke und Batteriezustand. Ebenfalls enthalten sind ein LED-Licht und ein Tempomat.

MEHR INFORMATIONEN ZUM Empilse F55

Dieser Text ist in Zusammenarbeit mit der Sunrise Medical GmbH entstanden.
Bilder: Sunrise Medical GmbH