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Tabuthema Blasen-Schwäche bei Frauen - wir geben Tipps

Blasenschwäche bzw. Harn-Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema und mit Scham behaftet. Häufig gilt sie auch als klassische Alterserscheinung, doch das stimmt nur zum Teil. Denn gerade bei Frauen kann eine Inkontinenz in Form einer Blasenschwäche bereits in jüngeren Jahren auftreten – sei es im Rahmen einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Die gute Nachricht: Sie sind der Blasenschwäche nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese zu verbessern und in den meisten Fällen auch zu überwinden.

 

Im Folgenden erklären wir Ihnen die möglichen Ursachen einer Blaseninkontinenz in den verschiedenen Lebensphasen einer Frau und zeigen auf, was Sie aktiv gegen die Blasenschwäche tun können.

© TZMO Deutschland GmbH

Blasenschwäche während und nach der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft findet im Körper der Frau eine enorme Hormonumstellung statt, um den Körper bestmöglich auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Dabei wird u.a. mehr Progesteron produziert, um das Gewebe weicher zu machen. Davon kann auch die Blasenmuskulatur betroffen sein. Die Folge: Durch den steigenden Druck, der durch das Wachsen der Gebärmutter entsteht, kann der Urin nicht mehr gut gehalten werden. Diese Umstellung geschieht bereits zu Beginn einer Schwangerschaft, weshalb schon in den ersten drei Monaten eine leichte Blasenschwäche auftreten kann. Ab dem vierten Monat dehnt sich die Gebärmutter weiter nach oben aus, sodass die Blase wieder ein wenig entlastet wird. Zusätzlich wird der Beckenraum stärker durchblutet, wodurch die Nieren mehr Urin produzieren und häufigerer Harndrang entsteht. Etwa ab dem achten Monat drückt dann das Baby auf den Beckenboden und der Kopf schiebt sich gegen die Blase der Mutter. Auch dann ist eine Inkontinenz möglich oder zumindest häufiger Toilettengang nötig, da das Blasenvolumen eingeschränkt wird. 

Nach der Geburt kann die Blasenschwäche bestehen bleiben, da die Beckenbodenmuskulatur bei der Geburt stark beansprucht wurde. So kann sie erschlaffen, wodurch sie den Schließmuskel der Harnröhre nicht mehr ausreichend unterstützt. Deshalb erhöhen gerade lange und schwierige Geburten das Risiko für Inkontinenz, die auch als Spätfolge erst nach Jahren auftreten kann. Übrigens ist wegen der Belastung während der Schwangerschaft eine Blasenschwäche ebenfalls nach einem Kaiserschnitt möglich. Normalerweise bessern sich diese Beschwerden aber nach dem Wochenbett wieder, also spätestens nach etwa acht Wochen. Sollte dies nicht der Fall sein, sprechen Sie unbedingt mit einem Arzt darüber. 

Während und nach einer Schwangerschaft kommen vor allem zwei Formen vor: Zum einen die Dranginkontinenz, bei der Betroffene besonders häufigen und plötzlich auftretenden starken Harndrang verspüren. Zum anderen die Belastungsinkontinenz, bei der kleine Mengen Urin beim Husten, Lachen, Niesen oder Hüpfen austreten. Beide Formen sind normale Auswirkungen einer Schwangerschaft. Schätzungen zufolge ist jede zweite Frau davon betroffen. Vor allem bei Belastungsinkontinenz kann eine Einlage hilfreich sein, die Gerüchen und dem unangenehmen Nässegefühl entgegenwirkt. 

Die Wechseljahre - der Körper verändert sich

Bei den meisten Frauen setzen die Wechseljahre im Zeitraum zwischen dem 45 und 55 Lebensjahr ein und dauern bis zu vier Jahre an. Währenddessen verändert sich der Hormonhaushalt stark und die Östrogenkonzentration im Blut nimmt ab. Das kann Auswirkungen auf die Verfassung der Frau haben: Je ein Drittel berichtet entweder von gar keinen, nur schwachen oder sogar starken Symptomen. Für bis zu zwei Drittel der Frauen zählt Inkontinenz ebenfalls zu den Begleiterscheinungen der Wechseljahre. 

Inkontinenz wird normalerweise nicht allein durch die Wechseljahre ausgelöst, aber dadurch begünstigt. Das fortschreitende Alter und zurückliegende Geburten können dafür sorgen, dass die Beckenbodenmuskulatur erschlafft und deshalb die Blase nicht mehr ausreichend stützen kann. Eine mögliche Folge: Die Harnröhre sinkt ab und krümmt sich. Der geschwächte Blasenschließmuskel kann dem so entstehenden Druck dann nicht mehr standhalten, wodurch Urin unkontrolliert austreten kann. Hinzu kommt ein Östrogenmangel im Blut, wodurch die Schleimhäute im Intimbereich dünner, trockener und weniger elastisch werden. Dadurch wird auch die Durchblutung der Blase schwächer, was Infektionen begünstigen kann und für viele Frauen zu häufigen Blasenentzündungen führt. Ein Viertel der 40 bis 50-jährigen Frauen in Deutschland sind von Inkontinenz betroffen. Eine Blasenschwäche während der Wechseljahre ist also keine Seltenheit.

Harninkontinenz im Alter ist behandelbar

Mit fortschreitendem Alter laufen manche Dinge in unserem Körper nicht mehr so wie wir es gerne hätten. Neben beispielsweise schlechterem Sehvermögen, können auch weitere Beschwerden auftreten – dazu zählt auch die Inkontinenz, die vor allem Frauen betrifft.

Wird der Prozess des Harnsystems an irgendeiner Stelle gestört, kann es zu unkontrolliertem Urinverlust kommen. Ursachen können sowohl (altersbedingte) Veränderungen der Muskeln oder Anatomie des Harntraktes sein, wodurch beispielsweise das Verschließen der Blase nicht mehr funktioniert, als auch Störungen der neurogenen Steuerung, sodass die gesendeten Signale nicht mehr ankommen. Auch manche Medikamente und psychische Belastung können zu Inkontinenz führen.
Je nachdem, welche Ursache vorliegt, gibt es unterschiedliche Formen der Blasenschwäche: Bei einer Dranginkontinenz, die durch verschiedene (neuronale) Krankheiten (wie Parkinson oder Multiple Sklerose) und Hormonschwankungen ausgelöst werden kann, tritt ganz plötzlich starker Harndrang auf, obwohl die Blase erst wenig gefüllt ist. Belastungsinkontinenz wird durch eine Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur ausgelöst und führt zu unkontrolliertem Urinverlust bei Belastung wie Niesen, Lachen oder Hüpfen. Bei der sogenannten Mischinkontinenz handelt es sich, wie der Name bereits vermuten lässt, um eine Mischform aus Drang- und Belastungsinkontinenz. Wird die Nervenbahn zwischen Blase und Hirn unterbrochen, ist die Reflexinkontinenz eine mögliche Folge. Auch hier wird Urin unkontrolliert abgegeben. Bei verengter Harnröhre, Verdickung der Blasenwand oder einer Stoffwechselstörung kann eine Überlaufinkontinenz entstehen. Dabei entleert sich die Blase nicht mehr völlig, wodurch ein Gefühl des ständigen Harndrangs entsteht.  

Obwohl circa 40 Prozent der über 80-jährigen Frauen betroffen sind, sollte Inkontinenz nicht nur als bloße Alterserscheinung abgetan werden. Bei der Annahme, dass sie mit fortschreitendem Alter unvermeidbar sei, handelt es sich um einen Irrglauben. Tatsächlich gibt es oft mehrere Ursachen, die zusammenkommen, sodass es sich bei Blasenschwäche an sich eigentlich nicht um eine Krankheit handelt, sondern um eine Begleiterscheinung. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt darüber reden und der Ursache auf den Grund gehen. In den meisten Fällen kann dann zumindest eine Besserung erreicht werden. Die Chancen dafür steigen, je früher die Inkontinenz erkannt und behandelt wird. 

Aktiv gegen die Blasenschwäche

1. Beckenbodentraining
Eine starke Beckenbodenmuskulatur unterstützt den Schließmuskel der Harnröhre. Bei einer Geburt wird sie jedoch stark beansprucht und kann erschlaffen. Auch in den Wechseljahren kann sich diese Muskulatur abbauen und stützt damit die Blase nicht mehr ausreichend. Und auch im Alter kann ein Beckenbodentraining, in Kombination mit weiteren Maßnahmen, noch sehr erfolgreich sein. 
Ein entsprechendes Training der Muskulatur kann zum einen der Blasenschwäche bereits vorbeugen und zum anderen diese nachträglich wieder ausgleichen. Es gibt Kursangebote für ein gezieltes Beckenbodentraining sowie Anleitungen im Netz. Aber auch Sportarten wie Pilates und Yoga widmen sich der Stärkung dieser wichtigen Muskelpartie.

2. Gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion
Übergewicht ist ein Faktor, der eine Inkontinenz begünstigen kann, da dadurch der Beckenboden zusätzlich belastet wird. Deshalb empfiehlt es sich, überzählige Pfunde mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu verlieren. Hier kann ein Ernährungsberater wertvolle Tipps zur Ernährungsumstellung geben. 

Darüber hinaus gibt es Lebensmittel, die „harntreibend“ sind, wie z.B. säurehaltiges Obst, wie Zitrusfrüchte, stark kaliumhaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Reis oder Weizenkleie, die bei einer Blasenschwäche eher selten oder in Maßen genossen werden sollten. Dazu gehört auch der sehr beliebte Spargel, dem eine nierenfördernde Wirkung nachgesagt wird. Auch bei scharfen Gewürzen ist Vorsicht geboten, da sie entwässernd wirken, ebenso bei Getränken wie Kaffee, Tee oder Alkohol.
Darüber hinaus sollten Sie stets darauf achten, genügend zu trinken, denn der Körper benötigt Wasser, um richtig funktionieren zu können. Und gerade ein Flüssigkeitsmangel kann die Blase wiederum reizen. Trinken Sie deshalb zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee am Tag.

3. Unterstützende Hygiene
Für die Zeit der akuten Blasenschwäche empfiehlt es sich, entsprechende Hygienemaßnahmen zu treffen, damit Sie sich trotzdem sicher und wohl in Ihrer Haut fühlen können. Unterstützung bieten hier spezielle Hygieneeinlagen, wie z.B. die Seni Lady. Sie gibt Ihnen nicht nur die Sicherheit, dass nichts verrutscht oder ausläuft, sondern ist auch besonders diskret. Die Einlagen beugen Geruchsbildung vor und sind atmungsaktiv. Dies bringt besonders hohen Komfort mit sich, so dass Sie die Einlage im Alltag kaum bemerken. 

Weitere wertvolle Tipps rund um Inkontinenz bei Frauen finden Sie hier.

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