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Orthopädische Bandagen

Badagen können an verschiedenen Körperregionen zum Einsatz kommen und auf vielfältige Weise wirken. Damit gehören sie zu den unverzichtbaren...

Wie Bandagen aus dem Sanitätshaus Ihre Gelenke unterstützen

Orthopädische Bandagen dienen dem Schutz und der Unterstützung Ihrer Gelenke – zur Prophylaxe von Überlastungen oder Verletzungen, zur Linderung bei Beschwerden oder zur Rehabilitation nach Operationen. Sie können an verschiedenen Körperregionen zum Einsatz kommen und auf vielfältige Weise wirken. Damit gehören Sanitätshaus-Bandagen zu den unverzichtbaren medizinischen Hilfsmitteln in der Orthopädie.

Häufigkeit von Gelenkproblemen

Jeder Mensch hat rund 140 Gelenke – und im Laufe unseres Lebens machen oft einige davon Probleme. Eine Datenerhebung des Robert-Koch-Instituts ergab, dass 58 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer innerhalb des zurückliegenden Jahres mindestens einmal unter Gelenkbeschwerden litten.

Begriffserläuterung:
Der Begriff Bandage stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Verbindung“. Es handelt sich also um ein Hilfsmittel, das zusammenhält und verbindet. Bandagen werden schon seit Menschengedenken eingesetzt – z. B. im alten Rom schützten Gladiatoren mit ihnen Hände und Arme beim Kämpfen vor Verletzungen.

Was sind Bandagen?

Bandagen sind medizinische Hilfsmittel, die um verletzte oder erkrankte Körperbereiche gewickelt und in der Medizin zu verschiedenen therapeutischen Zwecken eingesetzt werden – beispielsweise zur Venentherapie oder zur Behandlung eines Lymphödems. Orthopädie-Bandagen werden speziell zur Behandlung von Problemen des Stütz- und Bewegungsapparates hergestellt. Sie haben oft einen Kompressionseffekt und bestehen aus weichen, elastischen und atmungsaktiven Textilien. Das Material leitet Feuchtigkeit ab, so dass die Haut darunter nicht zu sehr schwitzt.

Wie wirken Bandagen?

Bandagen werden passgenau ausgewählt und schmiegen sich der Körperform perfekt an. Muskulatur und Beweglichkeit werden durch sie nicht eingeschränkt. Gleichzeitig wirkt das orthopädische Hilfsmittel leicht stützend auf die Gelenke. Dieser Stützeffekt reduziert das Risiko für falsche oder übermäßige Belastung. In der Regel haben Bandagen zudem einen Kompressionseffekt. Durch die Bewegung des Körpers entsteht ein Massageeffekt, der die Durchblutung fördert. Die wohldosierte Kompression unterstützt die Linderung von Schmerzen oder entzündlichen Prozessen und fördert die Regeneration der Muskulatur durch Stimulation der Muskelrezeptoren. Schwellungen, Blutergüsse und Ödeme werden schneller abgebaut.

Wann werden Bandagen eingesetzt?

Bandagen werden in der Orthopädie und Sportmedizin vielfältig eingesetzt.

Typische Einsatzgebiete:
  • Behandlung: Viele Menschen belasten ihren Körper zu einseitig. Ursache dieser einseitigen Belastung können wiederkehrende berufliche Tätigkeiten sein, Fehlstellungen von Beinen oder Hüfte oder eine falsche Lauftechnik beim Joggen. Die Folge: vorzeitiger Gelenkverschleiß (Arthrose), Überlastung oder – wenn es um die Wirbelsäule geht – der gefürchtete Hexenschuss. Bandagen für Rücken und Gelenke unterstützen die Behandlung derartiger Überbeanspruchung und lindern den Schmerz. Bei Aktivbandagen werden sogenannte Pelotten (spezielle Polster und Geleinlagen) gezielt eingesetzt, um die Muskulatur durch sanfte Druckimpulse zu aktivieren.
  • Vorbeugung: Orthopädische Stützbandagen oder Sportbandagen unterstützen die Stabilität von Gelenken und werden auch als Mobilitätshilfen sowie prophylaktisch im Sport eingesetzt, um Überbeanspruchung, Fehlbelastungen oder Verletzungen vorzubeugen. So bieten sie einen gewissen Schutz davor, beim Joggen umzuknicken oder bei der Computerarbeit eine Sehnenscheidenentzündung (RSI-Syndrom oder Mausarm genannt) zu entwickeln.
  • Rehabilitation: Auch nach Verletzungen werden medizinische Bandagen eingesetzt – nach Operationen sowie während und nach einer konservativen Therapie. Durch den Stützeffekt entlasten und stabilisieren sie das betroffene Gelenk und fördern die Regeneration. Der Kompressionseffekt lindert Schwellungen und fördert das Abheilen von Entzündungen.

Welche orthopädischen Bandagen gibt es?

  • Knöchelbandagen: Sie werden auch als Fußgelenkbandage oder Fußbandage bezeichnet und kann bei diversen Beschwerden verwendet werden – beispielsweise bei Überlastung der Achillessehne oder einer Verletzung des Sprunggelenkes wie dem sogenannten Fußballer-Knöchel. Deshalb greift man auch im Sport oft zu Bandagen fürs Fußgelenk.
  • Kniebandagen: Beschwerden in den Knien sind verbreitet. Wer Schmerzen im Knie hat, kann sein Gelenk mit Kniebandagen stabilisieren und beim Laufen entlasten. Bandagen für die Knie werden insbesondere bei Kniearthrose, Patellaluxation und Reizung der Meniskussehne eingesetzt.
  • Rückenbandagen: Auch bei Problemen mit der Wirbelsäule können diese medizinischen Hilfsmittel wohltuend wirken. Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, Bandscheibenvorfälle, Spondylarthrose oder Beschwerden der Iliosakralgelenke können so gemildert werden.
  • Handgelenkbandagen: Verstauchungen, Arthrose oder das Karpaltunnelsyndrom (KTS) sind Indikationen für eine Handgelenkbandage. Auch bei Verstauchungen können Handgelenkbandagen hilfreich sein.
  • Ellbogenbandagen: Bei Verletzungen der Ellenbogen können Ellbogenbandagen die Ellbogensehnen entlasten und das Gelenk stabilisieren. Ellenbogenbandagen kommen auch bei Überlastungen des Ellenbogens – wie der Epicondylopathie, auch als Tennisarm bezeichnet – zum Einsatz.
  • Nackenbandagen: Wer häufig unter Nackenschmerzen oder Verspannungen im Bereich der Schultern, Rückenbeschwerden und Verspannungskopfschmerz leidet, kann von der lindernden Wirkung einer Nackenbandage profitieren.

Wie trägt man Bandagen richtig?

Auch die richtige Befestigung der Bandagen ist maßgeblich für die Effektivität der Behandlung. Moderne Bandagen werden meist nicht mehr um die betroffenen Gelenke – wie Ellbogen, Fuß- oder Handgelenk – gewickelt, sondern können dank des hochelastischen Gewebes einfach darüber gestreift werden. Manche Modelle werden zusätzlich mit Klettverschlüssen, Gurten oder Druckknöpfen an der richtigen Stelle fixiert. Der perfekte Sitz ist wichtig, damit das Hilfsmittel seine Stützfunktion optimal entfalten kann, ohne die Durchblutung zu stören. Ihr/e Orthopädietechniker:in zeigt Ihnen die richtige Befestigung und worauf Sie beim Anlegen und Ablegen achten sollten.

Bandagen oder Orthesen?

Anders als eine Bandage bestehen Orthesen aus festem, weniger biegsamen Material oder verfügt über starre Schienen. Eine Orthese stabilisiert daher stärker und kann ein Gelenk sogar vollständig ruhigstellen. Die Entlastung ist entsprechend bei Orthesen noch ausgeprägter, die Bewegung aber stärker eingeschränkt. In der Regel haben Orthesen außerdem wenig bis keinen Kompressionseffekt. Orthesen kommen vor allem nach Verletzungen oder Operationen zur Ruhigstellung und Stabilisierung zum Einsatz.

Unser rehaVital-Lesetipp:
In unserem Beitrag Orthesen: was sie leisten und wann man sie braucht finden Sie weiterführende Informationen.

Wo kann man orthopädische Bandagen kaufen?

An Bandagen werden hohe Ansprüche gestellt. Sie benötigen eine ergonomische Passform und müssen in den richtigen Arealen in unterschiedlicher Intensität stützen oder stimulieren. Zudem sollten sie sich dem Körper perfekt anpassen, dürfen nicht einschneiden und müssen aus einem atmungsaktiven, feuchtigkeitsregulierenden Material angefertigt sein.

Bandagen sollten nach einer fachärztlichen Untersuchung oder Beratung verwendet werden. Bei Bedarf verschreibt der Arzt eine passende Bandage für die jeweiligen Beschwerden.

Im Sanitätshaus erhalten Sie eine große Bandbreite hochwertiger Bandagen mit hohem Tragekomfort. Sollte eine Kontrolle, Änderung oder Neuanpassung erforderlich sein, steht Ihnen das Fachpersonal des Sanitätshauses jederzeit zur Seite. Über unsere Fachhändler-Suche am Ende dieses Artikels finden Sie schnell ein Sanitätshaus in Ihrer Nähe!

 

Bilder: www.medi.de